Sherlock Holmes und der Energie-Anarchist


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Sherlock Holmes und der Energie-Anarchist

von Colin Bruce
erschienen im
Birkhäuser Verlag
ISBN 3-7643-5834-3

 

 

Colin Bruce ist Physiker und Autor populärwissenschaftlicher Bücher. Er lebt in Oxford und ist Experte für physikalische Paradoxa sowie Liebhaber geheimnisvoller und rätselhafter Geschichten. Leider ist dieses Buch, obwohl erst 1998 erschienen, nicht mehr so ohne weiteres erhältlich.

Der Autor nutzt den berühmten Detektiv Sherlock Holmes von Conan Doyle dazu, dem Leser in seinen Geschichten die wesentlichen Ideen der Physik des 20. Jahrhunderts näher zu bringen. Um dies in einer leicht verständlichen Form zu tun, verpackt er diese physikalischen Gesetzmäßigkeiten, die stets zur Auflösung eines Rätsels führen, also in Kriminalgeschichten. Holmes und Watson sind dabei nur dann in der Lage, ihre Fälle zu lösen, wenn sie die angesprochenen Gesetzmäßigkeiten durchdrungen haben. Der Autor lässt die beiden Helden die physikalischen Ideen immer wieder durchdiskutieren, manchmal mit Hilfe zweier kauziger Professoren. Das bekannte und stets amüsante "Wechselspiel" zwischen Holmes und Watson kommt dabei nicht zu kurz. So erscheint dem Leser diese Materie sehr unterhaltsam. Erleben Sie z.B. ein Pendel als "Mörder". Mehr über den Inhalt sei hier nicht verraten. Nur noch, dass es u.a. auch um die Gesetze der Energieumwandlung, die Bestimmung der Lichtgeschwindigkeit, die Wellennatur des Lichtes, die Interpretation der Quantentheorie geht.

Was bringt dieses Buch uns Physiklehrern? Auf jeden Fall ein Lesevergnügen. Darüberhinaus bietet es die Möglichkeit, vielleicht hin und wieder mal in einen neuen Lehrstoff etwas anders einzusteigen, indem man die Schüler zunächst eine dieser Geschichten lesen lässt, um dann die physikalischen Hintergründe genauer zu erarbeiten. Alternativ könnte man den Schülern die Auflösung zunächst vorenthalten und sie selber "spekulieren" lassen. Die eine oder andere Geschichte kann man vielleicht auch als Aufhänger für eine Facharbeit nutzen und den Schüler dann die physikalischen Hintergründe genauer darlegen lassen.


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